Temperaturinversion
Temperatur & Feuchte atmosphärische Inversion Inversionslage
Bei einer Temperaturinversion wird die Luft innerhalb einer Schicht nach oben wärmer statt kälter. Diese stabile Schichtung kann die Durchmischung bremsen.
Eine Umkehr des üblichen Verlaufs
In der unteren Atmosphäre nimmt die Temperatur meist mit der Höhe ab. Bei einer Inversion ist es in einem Höhenbereich umgekehrt: Über kälterer Luft liegt wärmere. Ein aufsteigendes Luftpaket gerät dadurch in eine Umgebung, in der es weniger Auftrieb hat. Der Austausch nach oben wird erschwert.
Wie eine Inversion entsteht
- Nachts am Boden: Bei klarem Himmel verliert der Untergrund Wärme. Er kühlt die Luft direkt darüber stärker als die Luft weiter oben.
- Unter einem Hoch: Absinkende Luft erwärmt sich und kann über kühler Bodenluft eine warme Schicht bilden.
- In Senken: Kalte Luft kann sich sammeln und die bodennahe Schichtung verstärken.
Nebel unten, Sonne oben
Ist die eingeschlossene Luft feucht genug, können Nebel oder tiefe Wolken bestehen bleiben. Oberhalb kann es gleichzeitig sonnig und milder sein. Schadstoffe werden bei geringer Durchmischung weniger gut nach oben verteilt; ihre Konzentration hängt aber auch von Emissionen und Wind ab.
Was die Schichtung wieder auflöst
Erwärmung vom Boden, kräftigere Turbulenz oder eine wechselnde Wetterlage können eine Inversion abbauen. Ein Temperaturprofil aus Wetterballon- oder Modelldaten zeigt ihre Lage. Zwei verschieden hohe Bodenstationen allein belegen sie nicht zuverlässig.