Hitzeindex
Temperatur & Feuchte Wärmeindex
Der Hitzeindex verbindet Lufttemperatur und relative Luftfeuchte zu einer gefühlten Temperatur für warmes bis heißes Wetter. Er erklärt, warum schwüle Hitze besonders belastend sein kann.
Schweiß kühlt erst beim Verdunsten
Wenn Wasser auf der Haut verdunstet, wird Wärme verbraucht. Ist die Umgebungsluft sehr feucht, funktioniert diese Kühlung schlechter. Deshalb können sich dieselben 30 °C bei hoher Luftfeuchte belastender anfühlen als bei trockener Luft.
Was die Zahl voraussetzt
Der übliche Hitzeindex wird aus Temperatur und relativer Luftfeuchte berechnet und in Grad Celsius oder Fahrenheit angegeben. Er setzt Schatten und leichten Wind voraus. Direkte Sonne erhöht die Strahlungsbelastung; ein Wert aus einer schattigen Messumgebung beschreibt sie nicht vollständig.
Nicht mit anderen Hitzegrößen verwechseln
- Lufttemperatur: ein Messwert, unabhängig von einem Modell des menschlichen Wärmeempfindens.
- Hitzeindex: ein Vergleichswert aus Temperatur und Feuchte.
- Feuchtkugeltemperatur: beschreibt die Kühlung durch Verdunstung und ist ein anderer physikalischer Wert.
Was zusätzlich zählt
Körperliche Anstrengung, Kleidung, Dauer und persönliche Voraussetzungen beeinflussen die Wärmebelastung. Ein mäßiger Index ist deshalb keine pauschale Entwarnung für Sport in praller Sonne. Zur Planung gehören auch Schatten, Wind und amtliche Hitzewarnungen. Die Zahl ist keine Vorhersage einer individuellen Körpertemperatur.