Tiefdruckgebiet
Luftdruck Zyklone
Ein Tiefdruckgebiet hat niedrigeren Luftdruck als seine Umgebung. Aufsteigende Luft begünstigt dort Wolken und Niederschlag; ein Tief ist aber nicht automatisch ein Sturm.
Woran man ein Tief erkennt
Auf Wetterkarten kennzeichnet ein T ein relatives Druckminimum. Isobaren verbinden Orte mit gleichem Druck und bilden häufig geschlossene Linien darum. Der Zahlenwert im Zentrum allein sagt wenig darüber, wie windig es an einem bestimmten Ort wird.
Warum Tiefs oft Wolken bringen
Bodennah strömt Luft in Richtung des Tiefs und steigt in größeren Bereichen auf. Beim Aufsteigen sinkt der Umgebungsdruck, die Luft dehnt sich aus und kühlt ab. Bei ausreichender Feuchte entstehen Wolken und gegebenenfalls Niederschlag.
Auf der Nordhalbkugel dreht die Strömung um ein Tief überwiegend gegen den Uhrzeigersinn. Viele Tiefs der mittleren Breiten besitzen Warm- und Kaltfronten, an denen unterschiedliche Luftmassen aufeinandertreffen.
Tief ist nicht gleich Sturm
Für kräftigen Wind ist vor allem entscheidend, wie stark sich der Druck auf einer bestimmten Strecke ändert. Auf der Karte erkennt man das an eng liegenden Isobaren. Auch Höhe, Reibung und Böen spielen mit. Der Name eines Tiefs verrät darüber ungefähr so viel wie der Name seines Beobachters.
Was für die Vorhersage zählt
Zugbahn und Entwicklung entscheiden, ob ein Ort länger Regen bekommt, kurze Schauer oder vor allem Wind. Deshalb gehören Stundenprognose, Radar und amtliche Warnungen zur großräumigen Wetterkarte.