Nicht einmal mittags über null

Ein Eistag liegt vor, wenn die höchste gemessene Lufttemperatur des Tages unter 0 °C bleibt. Erreicht das Maximum genau 0,0 °C, zählt der Tag nicht dazu. Die Bezeichnung sagt also etwas über die Temperatur aus, nicht über eine Eisdecke.

Was ihn vom Frosttag unterscheidet

Bei einem Frosttag genügt ein Minimum unter null. Ein Tag mit −5 °C in der Nacht und +3 °C am Nachmittag ist ein Frosttag, aber kein Eistag. Bleibt auch der Höchstwert bei −1 °C, erfüllt er beide Kriterien.

Eistage in Hannover

Die DWD-Station Hannover kam im Zeitraum 1991–2020 auf durchschnittlich 14,5 Eistage pro Jahr. Ein einzelner Winter kann deutlich davon abweichen. Die Zahl beschreibt den Stationsstandort und ist kein Mittel für jede Straße der Stadt.

Kein Prüfzeichen für einen zugefrorenen See

Auch mehrere Eistage verraten nicht zuverlässig, wie dick eine Eisdecke ist. Wassertemperatur, Strömung, Schneedecke und die vorherigen Wochen spielen mit. Die Wetterstatistik ersetzt deshalb keine örtliche Freigabe einer Eisfläche.

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