Feuchtkugeltemperatur
Temperatur & Feuchte Feuchttemperatur Kühlgrenztemperatur
Die Feuchtkugeltemperatur zeigt, wie weit Verdunstung unter den jeweiligen Luftbedingungen kühlen kann. Sie ist besonders hilfreich, um den Einfluss der Luftfeuchte zu verstehen.
Ein nasses Thermometer erklärt das Prinzip
Wird der Fühler eines Thermometers mit einem nassen Tuch umgeben und belüftet, verdunstet Wasser. Dafür wird Wärme benötigt, die dem Fühler entzogen wird: Er kühlt ab. Die dabei erreichte Temperatur heißt Feuchtkugeltemperatur. Sie wird in Grad Celsius angegeben.
Trocken oder feucht: der Unterschied
- Trockene Luft: Wasser kann gut verdunsten. Das nasse Thermometer zeigt deutlich weniger an als ein trockenes.
- Feuchte Luft: Die Verdunstung kühlt weniger stark. Die beiden Messwerte liegen näher zusammen.
- Gesättigte Luft: Feuchtkugeltemperatur, Taupunkt und Lufttemperatur stimmen unter üblichen Bedingungen überein.
Wofür der Wert nützlich ist
Das Prinzip steckt auch hinter der Kühlung durch verdunstenden Schweiß. Eine hohe Feuchtkugeltemperatur weist darauf hin, dass diese Kühlung nur begrenzt wirkt. Für die tatsächliche Wärmebelastung zählen zusätzlich Sonne, Wind, Tätigkeit und Kleidung.
Auch beim Schneefall hilft der Wert: Verdunstung und Schmelzen können die Luft während des Niederschlags abkühlen. Die Feuchtkugeltemperatur ist jedoch nicht der Hitzeindex und auch nicht der WBGT, der weitere Wettereinflüsse berücksichtigt. Eine einzelne Zahl liefert keine für alle Menschen gültige Sicherheitsgrenze.