Lufttemperatur
Temperatur & Feuchte 2-Meter-Temperatur Temperatur in zwei Meter Höhe
Die Lufttemperatur beschreibt, wie warm oder kalt die Luft am Messort ist. Sie unterscheidet sich von der Temperatur des Bodens und von der gefühlten Temperatur.
Wie eine vergleichbare Messung gelingt
Ein Thermometer in direkter Sonne misst auch die Erwärmung seines eigenen Gehäuses. Wetterstationen schützen den Fühler deshalb vor Strahlung und lassen Luft daran vorbeiströmen. In Deutschland wird die übliche Lufttemperatur zwei Meter über dem Boden gemessen; bei internationalen Messnetzen können die genauen Höhen etwas abweichen.
Warum das Tagesmaximum erst nach Mittag kommt
Sonnenlicht erwärmt den Boden, der Wärme an die Luft abgibt. Solange insgesamt mehr Energie hinzukommt als verloren geht, steigt die Temperatur weiter. An ruhigen, sonnigen Tagen ist es deshalb oft erst am Nachmittag am wärmsten. Wolken, Regen oder eine neue Luftmasse können diesen Ablauf verändern.
Drei Temperaturen auseinanderhalten
- Lufttemperatur: der geschützte Messwert, meist in °C.
- Oberflächentemperatur: etwa von Asphalt, Gras oder einem Dach; sie kann stark davon abweichen.
- Gefühlte Temperatur: ein berechneter Vergleichswert, der weitere Wettereinflüsse einbezieht.
Warum der Ort zählt
Versiegelte Flächen speichern Wärme, Grünflächen und feuchte Böden verhalten sich anders. Eine Station beschreibt deshalb ihren Standort. Auch bei leicht positiver Lufttemperatur kann eine Straßenoberfläche bereits gefroren sein, wenn sie stärker auskühlt.
Hannover in Zahlen
Für die DWD-Station Hannover beträgt das Jahresmittel 1991–2020 10,0 °C. Dahinter stecken sehr verschiedene Jahreszeiten:
Auf kleinen Bildschirmen seitlich scrollen, um alle Spalten zu sehen.
| Zeitraum | Mitteltemperatur |
|---|---|
| Januar | 2,1 °C |
| April | 9,5 °C |
| Juli | 18,7 °C |
| Oktober | 10,2 °C |
| Ganzes Jahr | 10,0 °C |
Das sind Mittelwerte über alle Tageszeiten, keine durchschnittlichen Nachmittagshöchstwerte. Die Station liegt im Flughafenumfeld nördlich der Innenstadt. Der DWD verwendet für die Temperatur homogenisierte Reihen, bei denen etwa Einflüsse von Stationsänderungen ausgeglichen werden. Die Werte beschreiben den Zeitraum 1991–2020; sie sind keine Vorhersage für das nächste Jahr.