Gefühlte Temperatur
Temperatur & Feuchte scheinbare Temperatur Feels-like-Temperatur
Die gefühlte Temperatur ist ein berechneter Vergleichswert dafür, wie warm oder kalt Wetter auf Menschen wirken kann. Sie berücksichtigt mehr als die gemessene Lufttemperatur.
Warum das Thermometer nicht alles erklärt
Bei 5 °C kann kräftiger Wind viel kälter wirken als dieselbe Temperatur an einem geschützten Ort. Bei 30 °C erschwert feuchte Luft die Kühlung durch verdunstenden Schweiß. Solche Einflüsse übersetzen Rechenmodelle in eine scheinbare Temperatur in Grad Celsius.
Verschiedene Verfahren beantworten verschiedene Fragen
- Windchill: Wie stark erhöht Wind bei kaltem Wetter den Wärmeverlust unbedeckter Haut?
- Hitzeindex: Wie belastend wirkt die Verbindung von hoher Temperatur und Luftfeuchte unter festgelegten Bedingungen?
- Andere Verfahren: Können zusätzlich Strahlung, Kleidung oder Aktivität einer angenommenen Person einbeziehen.
Es gibt deshalb nicht die eine Formel für alle „Gefühlt“-Anzeigen. Zwei Anbieter können bei gleichem Wetter unterschiedliche Zahlen nennen. Unsere Wetteranzeige verwendet den Vergleichswert des jeweiligen Datenanbieters.
So nutzt man den Wert sinnvoll
Die Zahl hilft, Wetterlagen zu vergleichen und Kleidung oder Aktivitäten zu planen. Sie ist weder die Körpertemperatur noch eine Messung des eigenen Empfindens. Sonne, Schatten, nasse Kleidung und Bewegung können die Situation deutlich verändern. Auch persönliche Unterschiede werden von einem standardisierten Modell nur begrenzt erfasst.