Was beim Abkühlen passiert

Wasserdampf ist unsichtbares, gasförmiges Wasser. Kühlt feuchte Luft ab, steigt ihre relative Luftfeuchte. Am Taupunkt erreicht sie 100 Prozent – vorausgesetzt, Luftdruck und Wasserdampfgehalt bleiben beim Abkühlen gleich. Bei weiterer Abkühlung kann Wasserdampf zu flüssigen Tröpfchen kondensieren.

Ein Glas macht den Taupunkt sichtbar

In einem Zimmer mit 22 °C liegt der Taupunkt zum Beispiel bei 12 °C. Ein Trinkglas, dessen Oberfläche auf 8 °C abgekühlt ist, kann außen beschlagen. Das Wasser kommt aus der Raumluft. Das Glas ist dicht. Die gesamte Raumluft muss dafür nicht auf 12 °C abkühlen; die kalte Oberfläche genügt.

So liest man die Wetterwerte

  • Temperatur und Taupunkt dicht beieinander: Die relative Luftfeuchte ist hoch. Weitere Abkühlung kann Nebel begünstigen.
  • Großer Abstand: Die Luft ist relativ trocken.
  • Hoher Taupunkt: Es ist viel Wasserdampf vorhanden. Bei Wärme wirkt die Luft eher schwül.

Ein kleiner Abstand garantiert noch keinen Nebel. Auch Wind, Abkühlung und die Feuchteverteilung spielen mit. Unter üblichen Wetterbedingungen liegt der Taupunkt nicht über der Lufttemperatur.

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