Tageslichtdauer
Strahlung & Sonne Tageslänge astronomische Tageslänge
Die Tageslichtdauer ist die Zeit zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Wolken können den Tag trüben, aber nicht seine astronomische Länge verkürzen.
Warum die Tage verschieden lang sind
Die Erdachse ist gegenüber der Umlaufbahn geneigt. Deshalb ist im Sommer die Nordhalbkugel stärker zur Sonne ausgerichtet, und die Sonne bleibt bei uns länger über dem Horizont. Im Winter ist es umgekehrt. Datum und geografische Breite bestimmen den größten Teil dieser Veränderung.
Der Unterschied in Hannover
Auf Hannovers geografischer Breite dauert der Tag um die Sommersonnenwende knapp 17 Stunden, um die Wintersonnenwende etwa 7¾ Stunden. Das sind astronomische Näherungswerte für einen freien Horizont, keine aus Wetterstationen gemittelten Sonnenstunden.
Warum es vorher und nachher noch hell ist
Die Atmosphäre streut Sonnenlicht, auch wenn die Sonne schon unter dem Horizont steht. Diese zusätzliche Helligkeit heißt Dämmerung. Die üblichen Auf- und Untergangszeiten berücksichtigen außerdem die Lichtbrechung in der Atmosphäre und den oberen Sonnenrand.
Tageslicht ist keine Sonnengarantie
Ein vollständig bewölkter Tag zählt genauso als Tag. Die Sonnenscheindauer erfasst dagegen nur ausreichend starkes direktes Sonnenlicht. Ein langer Junitag kann deshalb wenige Sonnenstunden haben. Er dauert dann bloß länger, bis er endlich vorbei ist – hell genug zum Lesen kann es trotzdem sein.
Häuser, Hügel oder Bäume verändern den sichtbaren Horizont. Vor Ort kann die Sonne daher später erscheinen oder früher verschwinden als in der berechneten Angabe.