Relative Luftfeuchte
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Die relative Luftfeuchte beschreibt in Prozent, wie nah die Luft bei ihrer aktuellen Temperatur an der Sättigung mit Wasserdampf ist. Der Wert ändert sich auch durch Erwärmung und Abkühlung.
Was der Prozentwert bedeutet
Wasserdampf übt wie andere Gase einen Druck aus. Die relative Luftfeuchte vergleicht diesen Dampfdruck mit dem Sättigungsdampfdruck bei derselben Temperatur. Bei 50 Prozent ist er halb so groß wie bei Sättigung. Die Luft besteht deshalb nicht zur Hälfte aus Wasser. So nass ist es selbst bei schlechtem Wetter nicht.
Warum warme Luft einen anderen Wert zeigt
Bei höheren Temperaturen liegt der Sättigungsdampfdruck höher. Luft ist also kein Schwamm mit einem festen Fassungsvermögen. Wird feuchte Luft erwärmt, sinkt ihre relative Feuchte auch dann, wenn kein Wasser entfernt wird.
Ein Beispiel: Luft mit 10 °C und 100 Prozent relativer Feuchte hat nach Erwärmung auf 20 °C bei gleichem Luftdruck und unverändertem Wasserdampfanteil nur noch etwa 53 Prozent relative Feuchte. Umgekehrt steigt der Wert beim Abkühlen.
Was 100 Prozent nicht bedeuten
- Die Luft ist mit Wasserdampf gesättigt, aber es muss nicht regnen.
- Ein kalter, nebliger Tag kann weniger Wasserdampf enthalten als ein warmer Tag mit 60 Prozent.
- Zum Vergleichen des Feuchtegehalts ist der Taupunkt hilfreich; zur Einordnung des Prozentwerts gehört immer die Temperatur.