Radarreflektivität
Modelle & Daten Radarreflektivitätsfaktor Reflektivitätsfaktor
Radarreflektivität beschreibt, wie stark Teilchen in der Atmosphäre ein Radarsignal zurückstreuen. Sie hilft, Niederschlag zu erkennen, ist aber noch keine direkte Regenmengenmessung.
Das Radar hört auf sein Echo
Ein Wetterradar sendet Mikrowellen aus. Regentropfen, Schneeflocken und Hagelkörner streuen einen kleinen Teil zurück. Aus diesem Echo wird die Reflektivität abgeleitet. Große oder zahlreiche Teilchen verursachen meist stärkere Signale.
Was dBZ bedeutet
Die Anzeige verwendet häufig dBZ, eine logarithmische Skala. Eine Zunahme um 10 dBZ bedeutet einen zehnmal so großen Reflektivitätsfaktor. 40 dBZ ist also nicht einfach doppelt so viel wie 20 dBZ. Die zugehörige Regenrate wächst außerdem nicht im selben Verhältnis.
Warum ein roter Fleck nicht alles verrät
Die Umrechnung in mm/h hängt von Größe und Art der Teilchen ab. Hagel oder schmelzender Schnee können starke Echos liefern. Auch Insekten, Vögel und Bodenreflexe können Signale erzeugen, die bei der Auswertung möglichst aussortiert werden.
Das Radar misst über dem Boden
Mit zunehmender Entfernung liegt der Strahl höher. Niederschlag kann darunter verdunsten oder vom Wind versetzt werden. Ein Echo bedeutet daher nicht zwingend, dass es genau darunter schon am Boden regnet. Auch Farblegenden unterscheiden sich: Manche Karten zeigen dBZ, andere bereits geschätzte Regenraten.