Die ganze Luftsäule in einen Eimer gedacht

Man stellt sich über einem Quadratmeter Boden eine senkrechte Luftsäule vor. Würde der darin enthaltene Wasserdampf vollständig kondensieren, ergäbe er eine bestimmte Wasserschicht. 30 mm niederschlagbares Wasser entsprechen 30 kg Wasser pro Quadratmeter. Bei einem Datenprodukt zählt auch, bis in welche Höhe die Säule betrachtet wird.

Was mitgezählt wird und was nicht

Gezählt wird gasförmiger Wasserdampf. Bereits vorhandene Wolkentröpfchen, Eiskristalle und Regentropfen gehören nicht zu dieser Größe. Der Wert ist daher vom gesamten Wassergehalt einschließlich Wolkenwasser zu unterscheiden.

Viel Feuchte ist noch kein Regen

Ein hoher Wert stellt viel Wasser für Niederschlag bereit. Damit es tatsächlich regnet, muss die Luft meist gehoben und abgekühlt werden. Bleibt dieser Anstoß aus, kann auch eine sehr feuchte Luftsäule trockenes Wetter begleiten.

Warum trotzdem mehr Regen fallen kann

30 mm in der Luftsäule sind keine Obergrenze von 30 mm Regen. Wind kann während eines Gewitters laufend neuen Wasserdampf heranführen. Bleibt eine Zelle länger über derselben Gegend oder ziehen mehrere nacheinander darüber, kann sich wesentlich mehr ansammeln. Die Atmosphäre ist eben kein geschlossener Eimer.

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