Eine Anzeige für mehrere Schadstoffe

Feinstaub, Ozon und andere Schadstoffe wirken unterschiedlich. Ein Luftqualitätsindex ordnet ihre Konzentrationen deshalb zunächst einzeln ein. Beim europäischen Index gehören PM2,5, PM10, Stickstoffdioxid, Ozon und Schwefeldioxid dazu. Die ungünstigste verfügbare Einzelbewertung bestimmt die Gesamtstufe.

Warum nicht einfach der Durchschnitt zählt

Sind vier Schadstoffe niedrig und einer hoch, würde ein Mittelwert das Problem verwischen. Der Gesamtindex hebt deshalb den ungünstigsten hervor. Zur Einordnung lohnt der Blick darauf, welcher Stoff gerade ausschlaggebend ist.

Eine 50 ist nicht überall dieselbe 50

Europäischer Index, deutscher LQI und US-AQI können unterschiedliche Skalen, Schwellen und Zeitmittel verwenden. Auch Änderungen eines Verfahrens sind möglich. Eine Zahl ist daher nur zusammen mit der jeweiligen Legende sinnvoll. Sie ist außerdem keine Konzentration in µg/m³.

Was der Index nicht leistet

  • Er beschreibt die bewerteten Schadstoffe und den angegebenen Zeitraum, nicht sämtliche Eigenschaften der Luft.
  • Ein Stundenindex beweist nicht die Einhaltung eines Jahresgrenzwerts.
  • Ein Modellwert für ein Gebiet ist keine Messung direkt am Straßenrand.

Für persönliche Entscheidungen zählen zusätzlich Aufenthaltsort, Dauer und Empfindlichkeit. Die Hinweise der zuständigen Messnetze helfen bei erhöhten Belastungen.

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