Extraterrestrische Strahlung
Strahlung & Sonne Strahlung am Oberrand der Atmosphäre TOA-Strahlung außeratmosphärische Strahlung
Extraterrestrische Strahlung ist Sonnenstrahlung am oberen Rand der Erdatmosphäre. Sie beschreibt das Strahlungsangebot vor der Abschwächung durch Wolken und Luft.
Außerirdisch, aber ohne Besucher
„Extraterrestrisch“ heißt hier schlicht außerhalb der Erdatmosphäre. Gemeint ist Sonnenlicht, bevor es die Atmosphäre durchquert. Es handelt sich um einen berechneten Referenzwert, nicht um einen Messwert vom heimischen Dach.
Was unsere Anzeige beschreibt
Der verwendete Wert bezieht sich auf eine gedachte waagerechte Fläche am Oberrand der Atmosphäre. Er hängt von Sonnenstand, geografischer Breite, Jahreszeit und dem wechselnden Abstand zwischen Erde und Sonne ab. Nachts liegt der horizontale Wert bei null.
Die stündliche Angabe der Profi-Seite steht in W/m² und mittelt die vorhergehende Stunde. Wolken und Luftverschmutzung ändern diesen Rechenwert nicht: Ihre Wirkung liegt erst darunter.
Drei Strahlungswerte im Vergleich
- Extraterrestrisch: vor dem Weg durch die Atmosphäre.
- Klarhimmelstrahlung am Boden: berechnet ohne Wolken, aber mit einer Atmosphäre.
- Globalstrahlung am Boden: das Licht, das unter den tatsächlichen oder modellierten Bedingungen auf die Waagerechte gelangt.
Wozu der Vergleich dient
Die Werte helfen, den Einfluss der Atmosphäre einzuordnen. Aus ihrer Differenz allein lässt sich jedoch nicht ablesen, ob Wolken, Wasserdampf oder Aerosole den größten Anteil hatten. Auch Zeitmittel und Flächenausrichtung müssen zusammenpassen.