Direkte und diffuse Strahlung
Strahlung & Sonne Direkt- und Diffusstrahlung
Direkte Strahlung kommt aus Richtung der Sonnenscheibe. Diffuse Strahlung wurde in der Atmosphäre gestreut und erreicht uns aus vielen Himmelsrichtungen.
Ein Blick auf den Schatten hilft
Bei klarem Himmel zeichnet die Sonne einen scharfen Schatten. Das liegt am großen direkten Lichtanteil. Unter einer dichten Wolkendecke fehlen solche Schatten oft, obwohl es noch hell ist: Das verbleibende Licht kommt überwiegend diffus, also aus vielen Richtungen.
Was die Atmosphäre mit Licht macht
Luftmoleküle, Aerosole und Wolkentröpfchen lenken einen Teil der Sonnenstrahlen ab. Dieses gestreute Licht erreicht auch Stellen, die keine freie Sicht auf die Sonne haben. Andere Anteile werden absorbiert oder zurück ins All reflektiert.
Welche Werte darf man addieren?
Auf einer waagerechten Fläche ergeben direkter und diffuser Anteil zusammen die Globalstrahlung. Die Einheit ist W/m². Alle Werte müssen dieselbe Fläche und denselben Zeitraum beschreiben.
DNI steht dagegen für Direct Normal Irradiance. „Normal“ bedeutet hier senkrecht: Die gedachte Messfläche steht den Sonnenstrahlen genau gegenüber. Das ist nicht derselbe direkte Anteil wie auf einer waagerechten Fläche. Vor dem Addieren muss der Sonnenwinkel berücksichtigt werden.
Auch im Schatten kommt Strahlung an
Diffuses Licht erklärt, warum Solarmodule bei bedecktem Himmel noch Strom liefern können. Es bedeutet aber nicht, dass sie dann genauso viel leisten wie bei Sonne. Ebenso macht fehlender Schatten UV-Schutz nicht automatisch überflüssig.