Die Wolke ist diesmal unten

Nebel besteht nicht aus sichtbarem Wasserdampf; der ist unsichtbar. Was wir sehen, sind winzige Wassertröpfchen oder Eiskristalle. Sie streuen Licht und lassen entfernte Gegenstände verschwinden. Bei einer Sichtweite von unter 1.000 Metern spricht die Meteorologie von Nebel, wenn diese schwebenden Teilchen die Ursache sind.

Wie Nebel entsteht

  • Abkühlung in der Nacht: Bei klarem Himmel kühlt der Boden aus. Die Luft darüber kann den Taupunkt erreichen.
  • Feuchte Luft über kaltem Untergrund: Die Luft wird von unten abgekühlt und kann ebenfalls gesättigt werden.
  • Verdunstung: Über wärmerem Wasser kann zusätzlicher Wasserdampf in kalte Luft gelangen.

Warum er mal bleibt und mal verschwindet

Sonne kann die Luft erwärmen und die Tröpfchen verdunsten lassen. Wind kann feuchte Luft durchmischen oder abtransportieren. Unter einer Inversion hält sich Nebel dagegen mitunter lange. Ein grauer Morgen ist also nicht automatisch ein grauer ganzer Tag.

Nebel ist oft sehr örtlich

In Senken und feuchten Niederungen können sich Nebelbänke bilden, während nahe Straßen frei bleiben. Bei Frost können unterkühlte Tröpfchen an Gegenständen gefrieren und Raueis bilden. Eine Prognose für die Umgebung ersetzt deshalb nicht den Blick auf die tatsächliche Sicht und den Belag vor Ort.

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