Feinstaub
Luftqualität PM
Feinstaub sind kleine Teilchen, die eine Zeit lang in der Luft schweben. PM10 und PM2,5 unterscheiden sie nach ihrer Größe; die feinere Gruppe PM2,5 ist in PM10 enthalten.
Kleine Teilchen, verschiedene Größen
PM steht für Particulate Matter. Vereinfacht umfasst PM10 Partikel mit einem aerodynamischen Durchmesser bis etwa 10 Mikrometer, PM2,5 die Teilmenge bis etwa 2,5 Mikrometer. „Aerodynamisch“ berücksichtigt ihr Verhalten in der Luft, nicht nur die mit einem Lineal gedachte Breite.
Was die Konzentration bedeutet
Die Einheit µg/m³ gibt Mikrogramm Teilchenmasse pro Kubikmeter Luft an. Ein Mikrogramm ist ein Millionstel Gramm. Die Konzentration zählt also die Masse, nicht die Zahl der Partikel. PM10 und PM2,5 nicht addieren: Die kleinen Teilchen würden sonst doppelt gezählt.
Woher Feinstaub kommt
- Direkt aus Verbrennung, Abrieb, Staubaufwirbelung oder natürlichen Quellen.
- Indirekt aus Gasen, die in der Atmosphäre zu neuen Partikeln reagieren, etwa aus Ammoniak und Stick- oder Schwefelverbindungen.
Wie das Wetter mitmischt
Wind kann Partikel verdünnen oder herantransportieren, Niederschlag einen Teil entfernen. Unter einer Inversion ist die Durchmischung oft eingeschränkt. Ob die Luft belastet ist, lässt sich dennoch nicht zuverlässig am Blick zum Himmel erkennen.
Feine Teilchen können tief in die Atemwege gelangen. Für die Bewertung gehören Messort, Mittelungszeit und Partikelgruppe zur Zahl. Eine großräumige Modellprognose bildet eine einzelne stark befahrene Straße nur begrenzt ab.