Transparenz
Astronomie Himmelstransparenz Himmelsdurchsicht Himmelsklarheit
Transparenz beschreibt in der Astronomie, wie gut Licht durch die Atmosphäre gelangt. Sie entscheidet mit darüber, ob schwache Sterne, Nebel und Galaxien sichtbar werden.
Der Himmel als mehr oder weniger saubere Scheibe
Dünne Wolken, Dunst und Aerosole können Licht streuen oder absorbieren. Wasserdampf absorbiert besonders in bestimmten infraroten Wellenlängenbereichen. Gute Transparenz bedeutet geringe Abschwächung im betrachteten Lichtbereich. Sie ist deshalb auch von der Wellenlänge abhängig.
Klar, ruhig und dunkel sind drei verschiedene Dinge
- Transparenz: Wie viel Licht vom Objekt kommt durch?
- Seeing: Wie ruhig und scharf bleibt das Bild?
- Himmelshelligkeit: Wie stark stören Mondlicht, Stadtlicht und natürliche Lichtquellen den Hintergrund?
Man kann also einen sehr klaren, aber hellen Himmel haben. Die Sterne sind dann nicht das Problem, sondern die Konkurrenzbeleuchtung.
Warum schwache Objekte zuerst verschwinden
Eine Galaxie verteilt ihr Licht über eine Fläche. Wird dieses Licht abgeschwächt oder der Hintergrund heller, sinkt ihr Kontrast. Ein heller Planet bleibt unter denselben Bedingungen oft noch gut erkennbar.
Was eine Prognose leisten kann
Wolken, Aerosole und Feuchte liefern Hinweise, aber eine bodennahe Sichtweite allein beschreibt nicht den ganzen Weg durch die Atmosphäre. Außerdem sieht man nahe dem Horizont durch mehr Luft als senkrecht nach oben. Auch bei guter Transparenz hilft daher ein hoch stehendes Beobachtungsziel.