Ozon
Luftqualität Bodennahes Ozon O₃
Ozon ist ein Gas aus drei Sauerstoffatomen. Hoch in der Atmosphäre schützt es vor UV-Strahlung; in der Atemluft am Boden kann es dagegen die Gesundheit belasten.
Dasselbe Gas, anderer Arbeitsplatz
Ozon (O₃) besteht aus drei Sauerstoffatomen, gewöhnlicher Luftsauerstoff aus zwei. Die Ozonschicht in der Stratosphäre absorbiert einen Teil der UV-Strahlung. Bodennahes Ozon kann dagegen die Atemwege reizen. „Ozon ist gut“ oder „Ozon ist schlecht“ lässt also die entscheidende Höhenangabe weg.
Wie es in der Luft entsteht
Bodennahes Ozon wird meist nicht direkt ausgestoßen. Es entsteht durch chemische Reaktionen aus Vorläuferstoffen wie Stickoxiden und flüchtigen organischen Verbindungen unter Sonnenlicht. Längere sonnige, warme Wetterlagen können seine Bildung begünstigen.
Warum ein Park nicht immer den niedrigsten Wert hat
Frisch ausgestoßenes Stickstoffmonoxid kann Ozon abbauen. Deshalb kann die Ozonkonzentration neben einer Straße zeitweise niedriger sein als im Umland, obwohl dort andere Schadstoffe stärker belasten. Ein niedriger Ozonwert allein bescheinigt also noch keine saubere Luft.
So liest man die Anzeige
Üblich sind µg/m³. Der Zeitraum zählt: Ein Stundenwert ist nicht dasselbe wie ein Achtstundenmittel. Eine Modellprognose beschreibt eine größere Fläche. Bei erhöhten Werten helfen amtliche Messungen und die dazugehörigen Hinweise, besonders für Menschen mit empfindlichen Atemwegen. Angenehmer Wind und blauer Himmel verraten die Konzentration nicht.