Vom Messwert zur Vorhersage

Am Anfang steht eine Analyse aus Beobachtungen und vorhandenen Modellinformationen. Für viele Gitterpunkte und Höhenschichten berechnet ein Computer anschließend, wie sich Wind, Temperatur, Luftdruck und Feuchte verändern. Daraus ergeben sich unter anderem Wolken und Niederschlag.

Warum nicht jede Straße einzeln vorkommt

Ein Modellgitter hat eine begrenzte Auflösung. Häuser, einzelne Bäume und kleine Luftwirbel sind oft kleiner als die Rechenzellen. Ihr Einfluss wird vereinfacht beschrieben. Ein angezeigter Wert mit einer Nachkommastelle bedeutet deshalb noch keine entsprechende Genauigkeit vor der Haustür.

Wo Unsicherheit entsteht

  • Beobachtungen haben Lücken und Messfehler.
  • Kleine Unterschiede im Anfangszustand können später groß werden.
  • Manche physikalischen Vorgänge müssen angenähert werden.

Mehrere Rechnungen geben ein besseres Bild

Modelle wie ICON werden regelmäßig mit neuen Daten gestartet. Verschiedene Modelle und Ensemblemitglieder können unterschiedliche Entwicklungen zeigen. Diese Unterschiede sind wertvolle Hinweise darauf, welche Details noch offen sind.

Ein Wettermodell ist damit eine begründete Rechnung, keine Aufnahme aus der Zukunft. Wer es mit aktuellen Beobachtungen, anderen Läufen und einem Ensemble vergleicht, kann seine Ergebnisse besser einordnen.

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