Klimanormalperiode
Modelle & Daten Klimamittel Referenzperiode
Eine Klimanormalperiode ist ein festgelegter Zeitraum von 30 Jahren. Seine Mittelwerte bilden einen gemeinsamen Maßstab, um Wetter und Klima einzuordnen.
Was heißt eigentlich „für die Jahreszeit normal“?
Ein einzelner Sommer kann heiß, nass oder kühl sein. Um typische Verhältnisse zu beschreiben, fasst man deshalb viele Jahre zusammen. Die WMO verwendet 30-jährige Bezugsperioden, etwa 1961–1990 oder 1991–2020. Aktuelle Standardnormalwerte werden in Abständen von zehn Jahren auf einen neueren 30-Jahres-Zeitraum umgestellt.
Hannover als konkretes Beispiel
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| Größe | Jahreswert |
|---|---|
| Mittlere Lufttemperatur | 10,0 °C |
| Niederschlag | 626,7 mm |
| Sonnenscheindauer | 1.597 h |
| Frosttage: Minimum unter 0 °C | 64,6 Tage |
| Eistage: Maximum unter 0 °C | 14,5 Tage |
| Sommertage: Maximum ab 25 °C | 36,0 Tage |
| Heiße Tage: Maximum ab 30 °C | 7,7 Tage |
Die Zahlen stammen von der DWD-Station Hannover im Flughafenumfeld. Sie sind keine flächendeckenden Messwerte für alle Stadtteile. Die Temperaturreihe wurde vom DWD homogenisiert, also unter anderem auf Einflüsse von Stationsänderungen geprüft und angepasst.
Ein Durchschnitt ist kein Fahrplan
7,7 heiße Tage heißt nicht, dass der Sommer nach dem achten heißen Tag seine Arbeit einstellt. Manche Jahre bringen deutlich mehr, andere weniger. Ebenso können sich 626,7 mm Jahresniederschlag sehr unterschiedlich über die Monate verteilen.
Vergleiche brauchen denselben Maßstab
„Zwei Grad wärmer als normal“ ist erst mit Ort, Zeitraum und Bezugsperiode eindeutig. Zwei Angaben können verschiedene Abweichungen nennen, wenn sie unterschiedliche Klimamittel verwenden. Ein Mittelwert beschreibt außerdem nicht die Streuung oder einzelne Extreme.