ICON
Modelle & Daten ICON-Modell Icosahedral Nonhydrostatic
ICON ist eine Familie von Wetter- und Klimamodellen, die unter anderem der Deutsche Wetterdienst verwendet. Globale und regionale Varianten berechnen unterschiedliche Gebiete und Details.
Was hinter den Buchstaben steckt
Icosahedral Nonhydrostatic beschreibt zwei Eigenschaften des Modells. Sein Grundgitter besteht aus Dreiecken, die sich aus einem Ikosaeder ableiten lassen. „Nicht hydrostatisch“ bedeutet, dass auch bestimmte vertikale Beschleunigungen der Luft berücksichtigt werden können – wichtig etwa bei kräftigen Aufwinden.
Eine Familie mit verschiedenen Aufgaben
- Globales ICON: betrachtet die gesamte Erde und damit die großräumige Entwicklung.
- ICON-EU: verfeinert die Rechnung über Europa.
- ICON-D2: berechnet Mitteleuropa mit einem noch feineren Gitter und kann kleinräumige Wetterstrukturen detaillierter darstellen.
Mehr Details sind keine Hausnummerngarantie
Ein feines Gitter beschreibt Gelände und Wolkenentwicklung besser als ein sehr grobes. Prozesse unterhalb der Gitterweite bleiben trotzdem vereinfacht. Auch die Anfangsdaten sind nicht fehlerfrei. Die Gewitterzelle kann daher in der richtigen Region entstehen und trotzdem den falschen Stadtteil treffen.
Was auf unserer Website zu sehen ist
Die Profi-Daten nutzen ICON neben weiteren Modellen. Für die Bewertung zählt, welche Variante und welcher Lauf gemeint sind. Ein Modellvergleich und aktuelle Beobachtungen helfen, die Unsicherheit einzuordnen; amtliche Warnungen bleiben eine eigene fachliche Bewertung.