Bürgerliche Dämmerung
Astronomie Zivile Dämmerung
Die bürgerliche Dämmerung ist die erste Dämmerungsphase nach Sonnenuntergang und die letzte vor Sonnenaufgang. Ihre dunkle Grenze liegt bei einem Sonnenstand von 6° unter dem Horizont.
Die Sonne ist weg, das Licht noch da
Nach Sonnenuntergang bleibt die obere Atmosphäre noch beleuchtet und streut Licht zu uns. Deshalb wird es nicht schlagartig dunkel. Die bürgerliche Dämmerung endet am Abend, wenn der Mittelpunkt der Sonne 6° unter dem Horizont steht. Morgens beginnt sie an dieser Grenze.
Was man dann noch erkennen kann
Bei klarem Himmel und freier Sicht reichen die Lichtverhältnisse oft noch für viele Tätigkeiten im Freien. Helle Planeten und die ersten Sterne erscheinen. Unter Bäumen, zwischen Häusern oder bei dichten Wolken kann es gleichzeitig schon deutlich dunkler sein.
Warum sie nicht immer gleich lange dauert
Datum und geografische Breite bestimmen, wie schräg die Sonne den Horizont kreuzt. Eine flache Bahn verlängert die Dämmerung. „Eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang“ ist deshalb keine allgemeingültige Definition.
Eine Rechengrenze, kein Lichtschalter
Auf der Astro-Seite ist die Zeit eine Orientierung für die Planung. Sie garantiert keine bestimmte Helligkeit auf jedem Weg. Straßenbeleuchtung ändert den Eindruck zusätzlich, aber nicht die astronomische Grenze. Der Name hat übrigens nichts damit zu tun, wer gerade draußen unterwegs ist.