Nullgradgrenze
Niederschlag & Schnee 0-Grad-Grenze Nullgradniveau
Die Nullgradgrenze ist die Höhe, in der die Lufttemperatur 0 °C erreicht. Sie hilft beim Einordnen der Luftschichtung, entscheidet aber nicht allein über Schnee oder Bodenfrost.
Wo das Thermometer oben null zeigt
Ein Wetterballon misst auf seinem Aufstieg unter anderem die Temperatur. Daraus lässt sich bestimmen, wo sie 0 °C erreicht. Wettermodelle berechnen solche Höhen ebenfalls. Meist wird die Nullgradgrenze in Metern über dem Meer angegeben; für ein bestimmtes Produkt zählt dessen Legende.
Es kann mehr als eine geben
Die Luft wird nach oben nicht immer stetig kälter. Liegt über kalter Bodenluft eine wärmere Schicht, kann die Temperatur erst über null steigen und weiter oben wieder darunter fallen. Dann gibt es mehrere Nullgradniveaus. Eine einzelne Zahl vereinfacht diese Schichtung.
Warum darunter trotzdem Schnee fällt
Eine Schneeflocke schmilzt nicht augenblicklich, sobald sie wärmere Luft erreicht. Sie kann noch ein Stück weiterfallen. Die Schneefallgrenze liegt daher oft unter der Nullgradgrenze. Wie weit, hängt unter anderem von Feuchte und Niederschlagsstärke ab.
Und was ist mit der Straße?
Eine Straßenoberfläche kann durch Wärmeabstrahlung kälter werden als die Luft darüber. Bodenfrost ist deshalb auch bei einer höheren Nullgradgrenze möglich. Umgekehrt können warme Luftschichten Schnee zu Regen schmelzen, der am kalten Boden gefriert. Für die Niederschlagsart braucht man das ganze Temperaturprofil.