Schneehöhe
Niederschlag & Schnee Gesamtschneehöhe Schneedeckenhöhe
Die Schneehöhe misst die Dicke der bereits liegenden Schneedecke. Sie ist weder die neu gefallene Schneemenge noch der Wassergehalt des Schnees.
Wie viel liegt wirklich da?
Gemessen wird möglichst auf einer ebenen, repräsentativen Fläche, meist in Zentimetern. Mehrere Messpunkte helfen, zufällige Häufchen und freie Stellen auszugleichen. Die Schneewehe am Gartenzaun ist beeindruckend, als Maß für den ganzen Garten aber eher ungeeignet.
Drei Angaben, drei verschiedene Dinge
- Schneehöhe: die gesamte vorhandene Decke.
- Neuschneehöhe: neu gefallener Schnee innerhalb eines Zeitraums.
- Wasseräquivalent: die Wassermenge, die nach dem Schmelzen übrig bleibt.
Warum zehn neue Zentimeter nicht zehn mehr bedeuten
Eine vorhandene Schneedecke setzt sich unter ihrem Gewicht. Neue Flocken können außerdem auf warmem Boden schmelzen. Zehn Zentimeter gemessener Neuschnee müssen daher die Gesamthöhe nicht um genau zehn Zentimeter erhöhen.
Wind trägt Schnee von offenen Flächen fort und lagert ihn anderswo ab. Sonne, Schatten und der Untergrund erzeugen weitere Unterschiede.
Höhe ist nicht Gewicht
Lockerer Pulverschnee enthält bei derselben Höhe weniger Wasser als nasser Schnee. Eine hohe Schneedecke kann deshalb leichter sein als eine niedrigere, durchnässte. Aus Zentimetern allein lässt sich keine zuverlässige Schneelast für ein Dach bestimmen. Auch ein Modellwert bildet die Schneeverteilung vor Ort nur vereinfacht ab.