Schneefallgrenze
Niederschlag & Schnee Schneefallhöhe
Die Schneefallgrenze beschreibt ungefähr die Höhe, oberhalb der Niederschlag überwiegend als Schnee fällt. Sie ist eine Übergangszone und kann sich während des Niederschlags verschieben.
Der Weg der Flocke entscheidet
Eine Flocke aus einer kalten Wolke kann auf dem Weg nach unten wärmere Luft durchqueren. Zum Schmelzen braucht sie Zeit und Wärme. Deshalb erreichen Flocken manchmal noch den Boden, obwohl das Thermometer dort ein paar Grad über null zeigt.
Warum die Grenze nicht festliegt
- Temperatur und Feuchte: Bestimmen, wie stark die Luft die Flocken erwärmt und wie viel Verdunstungskühlung möglich ist.
- Niederschlagsstärke: Schmelzen und Verdunstung können eine Luftschicht abkühlen; bei kräftigem Niederschlag kann Schnee weiter hinabreichen.
- Luftschichtung und Gelände: Warme Zwischenschichten, Täler und Höhenzüge verändern den Übergang.
Schneefallgrenze ist nicht Nullgradgrenze
Die Nullgradgrenze bezeichnet 0 °C in der Luft. Die Schneefallgrenze liegt häufig darunter, aber es gibt keinen festen Abstand. Ebenso wenig sagt sie, ab welcher Höhe eine geschlossene Schneedecke liegen bleibt.
Ein sinnvoller Blick auf die Region
Bei einer Schneefallgrenze um 250 Meter kann in Hannovers Innenstadt Regen fallen, während auf höheren Wegen im Deister Schnee ankommt. Das ist ein Beispiel, keine feste Regel. Ob die Wege weiß werden, hängt zusätzlich von Bodentemperatur, Stärke und Dauer des Schneefalls ab.