Schneefall
Niederschlag & Schnee Schneeniederschlag
Schneefall entsteht, wenn Eiskristalle oder daraus zusammengesetzte Flocken aus Wolken bis zum Boden gelangen. Dafür muss die Luft am Boden nicht zwingend unter 0 °C liegen.
Wie aus Wasserdampf Flocken werden
In kalten Wolken wachsen Eiskristalle, indem sich Wasserdampf anlagert. Sie können sich zu größeren Flocken verbinden oder zusätzlich unterkühlte Wolkentröpfchen aufnehmen. Erreichen sie den Boden, ohne vollständig zu schmelzen, fällt Schnee.
Warum es bei Plusgraden schneien kann
Schmelzen braucht Wärme und dauert eine Weile. Eine Flocke kann deshalb eine nicht zu mächtige warme Luftschicht überstehen. Zudem kühlen Schmelzen und Verdunstung die Umgebung ab. Entscheidend sind die Temperatur und Feuchte auf dem ganzen Fallweg, nicht allein die Zahl am Fensterthermometer.
Was die Vorhersage in Zentimetern meint
Eine Neuschneeprognose schätzt, welche Höhe der neu gefallene Schnee erreicht. Das hängt stark von seiner Dichte ab. Die Faustregel „ein Millimeter Wasser ergibt einen Zentimeter Schnee“ ist nur eine grobe Annahme und kann deutlich danebenliegen.
Fallen und Liegenbleiben sind zweierlei
Auf Gras kann bereits eine weiße Decke entstehen, während eine warme Straße noch nass bleibt. Bodenwärme, Sonneneinstrahlung, Verkehr und Niederschlagsstärke beeinflussen das. Schnee besitzt keinen Vertrag mit der Vorhersage, überall gleich ordentlich liegen zu bleiben.
Für Glätte zählen deshalb aktuelle Oberflächenbedingungen und Warnungen zusätzlich zur erwarteten Neuschneemenge.