Sichtweite
Wolken & Sicht meteorologische Sichtweite Horizontalsicht
Die Sichtweite beschreibt, wie weit entfernte Gegenstände durch die Luft noch erkennbar sind. Nebel, Niederschlag und Schwebstoffe können sie stark verkürzen.
Warum die Ferne verschwindet
Ein Turm steht noch am selben Platz, ist aber kaum mehr zu sehen. Tröpfchen oder Staub zwischen uns und dem Turm streuen und absorbieren Licht. Dadurch verliert er Kontrast gegenüber dem Hintergrund. Die meteorologische Sichtweite wird meist in Metern oder Kilometern angegeben.
Was eine Messstation tatsächlich misst
Ein automatischer Sensor untersucht die Streuung oder Abschwächung von Licht in einem kleinen Luftvolumen und leitet daraus eine optische Reichweite ab. Er erkennt also nicht selbst den Kirchturm am anderen Ende der Stadt. Ein Modell berechnet die Sicht dagegen aus anderen Wettergrößen.
Niedrige Sichtweite hat verschiedene Ursachen
- Nebel: Schwebende Wassertröpfchen oder Eiskristalle begrenzen die Sicht auf unter einen Kilometer.
- Regen oder Schnee: Dichter Niederschlag kann die Sicht ebenfalls stark verkürzen.
- Dunst: Feine Partikel und Feuchtigkeit schwächen den Kontrast.
Warum der Wert vor Ort abweichen kann
Nebel ist oft fleckig. In eine Richtung kann der Blick frei sein, in die andere steht eine Nebelbank. Blendung und Dunkelheit beeinflussen zusätzlich, was ein Mensch erkennt. Die meteorologische Reichweite ist deshalb keine Garantie, auf dieselbe Entfernung ein Hindernis rechtzeitig zu sehen.