Wie viel Himmel ist noch frei?

Für den Bedeckungsgrad wird der sichtbare Himmel gedanklich aufgeteilt. Die Angabe erfolgt in Prozent oder in Achteln, den Okta. Vier Okta bedeuten ungefähr einen halb bewölkten Himmel. Null steht für wolkenlos, acht für vollständig bedeckt.

Schichten darf man nicht zusammenzählen

Eine Wetteranzeige kann tiefe, mittelhohe und hohe Wolken getrennt ausweisen. Diese Schichten können übereinander liegen. 60 Prozent tiefe und 60 Prozent hohe Wolken ergeben daher keine 120 Prozent Himmel. Mehr Himmel steht nicht zur Verfügung.

Bedeckt ist nicht immer gleich dunkel

  • Dünne Schleierwolken: Können große Himmelsflächen bedecken und dennoch viel Licht durchlassen.
  • Dichte Schichtwolken: Können einen deutlich trüberen Tag verursachen.
  • Einzelne Quellwolken: Lassen zwischen sich Sonne durch; ziehen sie vor die Sonne, wird es kurzfristig dunkler.

Was der Wert für die Planung sagt

Ein hoher Bedeckungsgrad bedeutet nicht automatisch Regen. Dafür müssen Wolkentröpfchen oder Eiskristalle ausreichend wachsen. Für einen sonnigen Nachmittag sind zusätzlich Wolkenart, Dicke und ihre Entwicklung wichtig. Ein Modellwert beschreibt zudem eine Fläche; der Blick aus einem Fenster zeigt nur einen Ausschnitt.

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