Warum die Tage verschieden lang sind

Die Erdachse ist gegenüber der Umlaufbahn geneigt. Deshalb ist im Sommer die Nordhalbkugel stärker zur Sonne ausgerichtet, und die Sonne bleibt bei uns länger über dem Horizont. Im Winter ist es umgekehrt. Datum und geografische Breite bestimmen den größten Teil dieser Veränderung.

Der Ort zählt

Sonnenaufgang und Sonnenuntergang hängen von Datum und geografischer Lage ab. Das ist eine astronomische Zeitspanne für einen freien Horizont, keine Vorhersage der tatsächlich gemessenen Sonnenstunden.

Warum es vorher und nachher noch hell ist

Die Atmosphäre streut Sonnenlicht, auch wenn die Sonne schon unter dem Horizont steht. Diese zusätzliche Helligkeit heißt Dämmerung. Die üblichen Auf- und Untergangszeiten berücksichtigen außerdem die Lichtbrechung in der Atmosphäre und den oberen Sonnenrand.

Tageslicht ist keine Sonnengarantie

Ein vollständig bewölkter Tag zählt genauso als Tag. Die Sonnenscheindauer erfasst dagegen nur ausreichend starkes direktes Sonnenlicht. Ein langer Junitag kann deshalb wenige Sonnenstunden haben. Er dauert dann bloß länger, bis er endlich vorbei ist – hell genug zum Lesen kann es trotzdem sein.

Häuser, Hügel oder Bäume verändern den sichtbaren Horizont. Vor Ort kann die Sonne daher später erscheinen oder früher verschwinden als in der berechneten Angabe.

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