Millimeter, die man nicht mit dem Lineal suchen muss

Gedanklich verteilt man den Niederschlag gleichmäßig auf einer ebenen, dichten Fläche, ohne Abfluss oder Verdunstung. Die Höhe dieser Wasserschicht ist die Niederschlagsmenge. 1 mm = 1 l/m². Bei 10 mm fallen auf eine zehn Quadratmeter große Terrasse insgesamt 100 Liter Wasser.

Die Menge braucht einen Zeitraum

10 mm in einem Tag können sich über viele Stunden verteilen oder in einem kurzen Guss fallen. Das macht für Abfluss und Pfützen einen erheblichen Unterschied. Die Intensität beschreibt die Stärke pro Zeit, etwa in mm/h; die Summe zählt das Wasser über den angegebenen Zeitraum.

Schnee wird als Wasser vergleichbar

Für eine Niederschlagssumme wird Schnee als geschmolzenes Wasser angegeben. Zehn Millimeter Wasser sind also nicht zehn Millimeter Schneehöhe. Lockerer Schnee nimmt bei gleicher Wassermenge viel mehr Platz ein als nasser.

Ein Mittelwert ist kein Regenkontingent

Monats- und Jahresmittel fassen Messungen über viele Jahre zusammen. Ein einzelner Schauer kann an einem Ort viel Wasser bringen und den benachbarten Stadtteil auslassen. Für lokale Vergleiche sind deshalb die Station und der Bezugszeitraum entscheidend.

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