Nicht einmal mittags über null

Ein Eistag liegt vor, wenn die höchste gemessene Lufttemperatur des Tages unter 0 °C bleibt. Erreicht das Maximum genau 0,0 °C, zählt der Tag nicht dazu. Die Bezeichnung sagt also etwas über die Temperatur aus, nicht über eine Eisdecke.

Was ihn vom Frosttag unterscheidet

Bei einem Frosttag genügt ein Minimum unter null. Ein Tag mit −5 °C in der Nacht und +3 °C am Nachmittag ist ein Frosttag, aber kein Eistag. Bleibt auch der Höchstwert bei −1 °C, erfüllt er beide Kriterien.

Standort und Bezugszeitraum

Die Häufigkeit von Eistagen wird für eine bestimmte Messstation und einen festgelegten Zeitraum ausgewertet. Ein einzelner Winter kann deutlich vom langjährigen Mittel abweichen. Die Werte einer Station gelten nicht automatisch für jeden Innenhof und jede Straße.

Kein Prüfzeichen für einen zugefrorenen See

Auch mehrere Eistage verraten nicht zuverlässig, wie dick eine Eisdecke ist. Wassertemperatur, Strömung, Schneedecke und die vorherigen Wochen spielen mit. Die Wetterstatistik ersetzt deshalb keine örtliche Freigabe einer Eisfläche.

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