Astronomische Dämmerung
Astronomie Astronomische Dämmerungsphase
Die astronomische Dämmerung liegt zwischen 12° und 18° Sonnenstand unter dem Horizont. Erst danach beginnt die astronomische Nacht – sofern die Sonne überhaupt tief genug sinkt.
Für die Augen schon Nacht, für das Teleskop noch nicht ganz
In dieser letzten abendlichen Dämmerungsphase wirkt der Himmel bereits dunkel. Das verbleibende gestreute Sonnenlicht kann aber schwache Himmelsobjekte noch überstrahlen. Bei 18° unter dem Horizont endet die astronomische Dämmerung. Morgens markiert derselbe Winkel ihren Beginn.
Breitengrad und Jahreszeit
Wie dunkel eine Nacht wird, hängt von Datum und geografischer Breite ab. In nördlichen Breiten erreicht die Sonne im Sommer nicht in jeder Nacht einen Stand von 18 Grad unter dem Horizont. Die astronomische Dämmerung kann dann die ganze Nacht dauern.
Astronomische Nacht ist nicht automatisch ein dunkler Himmel
Mondlicht, die Lichtglocke der Stadt und natürliche Himmelshelligkeit bleiben bestehen. Wolken und Aerosole können künstliches Licht zusätzlich streuen. Die 18°-Grenze beschreibt nur den Einfluss der Sonne.
Welche Beobachtungen profitieren
Für schwache Nebel und Galaxien sind eine dunkle Nacht und gute Transparenz hilfreich. Mond und helle Planeten lassen sich oft schon während der Dämmerung beobachten. Hier ist außerdem ruhige Luft, also gutes Seeing, wichtig.